A15: Lückenschliessung Oberlandautobahn: Variantenentscheid im Jahr 2026 geplant
Weil die Sondierbohrungen zur Erkundung der geologischen Verhältnisse aufwändiger als geplant sind, verzögert sich die Wahl der Bestvariante für die Lückenschliessung der Oberlandautobahn. Neu wird eine Variante «Tunnel tief lang» geprüft mit einem durchgehenden Tunnel vom Anschluss Uster Ost bis Betzholzkreisel.
Mit der Lückenschliessung der Oberlandautobahn soll das heute fehlende Stück der A15 geschlossen und das nachgelagerte Strassennetz im Zürcher Oberland vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Das Bundesamt für Strassen ASTRA hat nach der Übernahme des Projekts vom Kanton Zürich Anfang 2023 mit den Arbeiten zur ersten Planungsphase, dem «Generellen Projekt» gestartet. Dieses legt die Eckwerte des Bauprojekts fest, wie die Linienführung und die Gestaltung der Anschlüsse.
Weitere Sondierbohrungen notwendig
Im Rahmen des Variantenstudiums werden die bereits vorliegenden Plangrundlagen für die vom Kanton Zürich erarbeitete Richtplanvariante an die aktuellen Vorgaben und Normen des ASTRA angepasst. Diese sieht eine grossräumige Umfahrung Wetzikons über Grüt/Gossau bis zum Anschluss Ottikon und von dort weiter auf der Forchautobahn bis zum Betzholzkreisel vor. Zudem werden verschiedene Linienführungen der Variante «Tunnel tief» ausgearbeitet, welche vom Anschluss Wetzikon direkt zum Betzholzkreisel führt.
Die rund 43 ausgeführten Sondierbohrungen von August 2023 bis August 2024 lieferten die nötigen Informationen zum Baugrund für die Variante «Tunnel tief». Diverse Zusatzbohrungen wurden nötig, weil sich die Geologie anders präsentiert als angenommen. Dadurch verschiebt sich der Variantenentscheid um etwa ein Jahr und wird im Laufe des Jahres 2026 erwartet.
Neue Variante: Durchgehender Tunnel von Uster bis Hinwil
Durch die bisher gewonnenen Erkenntnisse durch die Sondierungen wurde festgestellt, dass der Fels tiefer verläuft als ursprünglich angenommen. Damit wäre auch eine tiefere Linienführung eine Option. Diese wäre mit dem Verzicht auf einen Anschluss Wetzikon verbunden. Hierdurch könnte im nachgelagerten Strassennetz eine nachhaltige verkehrliche Entlastung erzielt werden.
Aus diesen Gründen werden nun Varianten ohne einen Anschluss Wetzikon geprüft, der sogenannte «Tunnel tief lang». Bei dieser Variante würde ein direkt vom Anschluss Uster Ost bis zum Betzholz-Kreisel verlaufender Tunnel gebaut. Neben dem Anschluss Wetzikon würde auch das Viadukt im Aathal wegfallen. Ab November 2024 bis im Frühling 2025 wird dafür eine zweite Etappe der Sondierbohrungen durchgeführt, um die geologischen Verhältnisse entlang der Linienführungsvarianten für den «Tunnel tief lang» zu abzuklären.
Mehr Informationen finden Sie auf der Projektwebseite A15 Uster-Hinwil, Oberlandautobahn
Kontakt/Rückfragen: Bundesamt für Strassen ASTRA, Infrastrukturfiliale Winterthur, 058 480 47 11, kommunikation.winterthur@astra.admin.ch