A6 Rubigen–Thun–Spiez
Die A6 zwischen Rubigen und Spiez wurde ab 1971 dem Verkehr übergeben. Nach über 40-jähriger Betriebszeit drängte sich eine Gesamterneuerung und Anpassung an die aktuellen Normen auf. Bis Thun-Süd ist die A6 bereits fertig erneuert. Von 2024 bis 2027 wird der letzte Abschnitt Thun-Süd–Spiez in Angriff genommen.

Übersicht
Im Rahmen der Gesamterneuerung der A6 von Rubigen nach Spiez werden sämtliche Bestandteile der Infrastruktur instandgesetzt und den heute gültigen Normen angepasst. Der rund 30 km lange Abschnitt der A6 zwischen Rubigen und Spiez wurde in 3 Abschnitte aufgeteilt: Nord (Rubigen–Kiesen), Mitte (Kiesen–Thun-Süd) und Süd (Thun-Süd–Spiez/Wimmis). Die Abschnitte Nord und Mitte wurden von 2015 bis 2022 umfassend erneuert. Von 2024 bis 2027 laufen nun die Arbeiten im letzten Abschnitt Süd zwischen Thun-Süd und Spiez/Wimmis.

Ziele der Arbeiten
Auf der ganzen Strecke wird der Belag erneuert und alle Kunstbauten, also Brücken, Über- und Unterführungen, instandgesetzt. Weiter wird der Lärmschutz mit dem Einbau eines lärmmindernden Belages und dem Bau mehrerer Lärmschutzwände verbessert. Auch der Hochwasser- und Umweltschutz wird verbessert. So wird etwa mit dem Bau von fünf Strassenabwasser-Behandlungsanlagen das Abwasser der gesamten Strecke besser gereinigt. Ausserdem wird mit Anpassungen bei Anschlüssen der Verkehrsfluss und die Verkehrssicherheit verbessert. Zu guter Letzt wurde der Allmendtunnel komplett erneuert und der Simmenfluhtunnel umfassend saniert und mit einem Fluchtstollen ausgestattet.
Finanzierung
Die Kosten für die Sanierung des Abschnitts Thun-Süd–Spiez inklusive des Zubringers Simmental belaufen sich auf knapp 200 Millionen Franken (inkl. MwSt.). Die Gesamtkosten für die Strecke Rubigen–Spiez liegen bei rund 700 Millionen Franken. Die Kosten werden vollständig durch den Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF) gedeckt. Der NAF finanziert sämtliche Aufwendungen für den Bau, Betrieb und Unterhalt der Nationalstrassen. Zusätzlich unterstützt der NAF Projekte im Agglomerationsverkehr (Strassen, Velo- und Fusswege sowie Bus- und Bahnverkehr). Die Haupteinnahmequellen des NAF sind der Mineralölsteuerzuschlag, der als Bestandteil des Treibstoffpreises direkt beim Tanken bezahlt wird, die Automobilsteuer sowie die Autobahnvignette. Der NAF ist damit zu 100 Prozent nutzerfinanziert.
Weiterführende Informationen
Eine Projektwebsite informiert über die aktuellen Arbeiten und Beeinträchtigungen. Auf der Website sind auch sämtliche Informationen zu den bereits ausgeführten und den noch geplanten Arbeiten zu finden.
Kommunikation
Bundesamt für Strassen ASTRA
Uttigenstrasse 54
3600 Thun